Ein trister Wachtraum in braun und beige – Nick Drnasos „Sabrina“

© Drawn and Quarterly

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Nick Drnaso ist hierzulande noch kein großer Name – jenseits des Atlantik aber schon. Gar nicht wegen seiner bislang vier Nominierungen für den Ignatz Award, der Prämierung seines Comic-Debüts „Beverly“ (2016) mit dem LA Times Book Prize in der Sparte „Graphic Novel“. Beides ist zweifellos beachtlich, aber das internationale Feuilleton feiert seinen aktuellen Comic, „Sabrina“ (Drawn & Quarterly, 2018), noch viel frenetischer als alles zuvor – denn „Sabrina“ ist die erste Graphic Novel, die es jemals auf die Longlist des Man Booker Prize geschafft hat. Das ist nicht irgendein Literaturpreis, sondern einer der wichtigsten im englischsprachigen Raum: Zu den Preisträger/innen gehören V. S. Naipaul (1971), Nadine Gordimer (1974), William Golding (1980) und J. M. Coetzee (1983 und 1999). Schon richtig, die haben allesamt zu einem späteren Zeitpunkt ihrer Karriere auch den Nobelpreis für Literatur erhalten. Für den Man Booker Prize nominiert worden zu sein, kann also nicht die schlechteste Nachricht des Jahres für Drnaso sein. Was hat die Jury sich wohl dabei gedacht, mit der 49-jährigen Tradition des Preises zu brechen und eine Graphic Novel in die nähere Auswahl zu nehmen? Hier zur vollständigen Rezension auf Comic.de.

 

 

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