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Eine Einführung in Comic-Einführungen

Studierendenfreundliche Einführungshandbücher über Comics sind inzwischen eine etablierte Textsorte: Scott McClouds Understanding Comics gehört da schon zu den Klassikern, und auch hierzulande sind inzwischen eine ganze Reihe solcher Bücher erschienen, aber womit anfangen? An der Konjunktur solcher Bücher erkennt man einerseits das akademische Bedürfnis nach einem lehr- und lernbaren Kanon an Theoriemodellen und einem Werkzeugkasten […]

Hitler, Aliens & nackte Haut – Leos Comics

Leo (eigentlich Luiz Eduardo de Oliveira) ist ein Schwergewicht in der Comicszene. 25 Kilogramm. So viel wiegen die Comics, die er in seiner Karriere seit Ende der 1980er veröffentlicht hat. 66 Alben, in denen es um Aliens, Hitler und duschende Frauen geht. Berühmt geworden ist Leo mit seinen Science-Fiction-Welten von „Aldebaran“ und „Betelgeuze“, deren extraterrestrische […]

Väter ohne Söhne – Jeff Lemires „Descender“

„Descender“ gehört zu den aufregendsten SF-Comics der letzten Jahre. Die Story um den Androiden Tim-21, seinen bösartigen Maschinenzwilling Tim-22 und allerlei menschliche wie maschinelle Begleiter ist eine furiose Geschichte über Partnerschaft, Familie und Technologie. 2015 erschien die erste Ausgabe aus der Feder des kanadischen Autors Jeff Lemire und dem Wasserfarbkasten des amerikanischen Zeichners Dustin Ngyuen. […]

Ein trister Wachtraum in braun und beige – Nick Drnasos „Sabrina“

Nick Drnaso ist hierzulande noch kein großer Name – jenseits des Atlantik aber schon. Gar nicht wegen seiner bislang vier Nominierungen für den Ignatz Award, der Prämierung seines Comic-Debüts „Beverly“ (2016) mit dem LA Times Book Prize in der Sparte „Graphic Novel“. Beides ist zweifellos beachtlich, aber das internationale Feuilleton feiert seinen aktuellen Comic, „Sabrina“ […]

»Prognosen glaubt mir eh kein Mensch« – Interview mit Walter Moers und Florian Biege

Walter Moers, der Erfinder des Kleinen Arschlochs, geistiger Vater des Käpt’n Blaubär und Deutungssieger im Feld der Adolf-Interpretationen ist zurück. Mit einem Zamonienroman. Mit einem Comic. Mit zwei Paukenschlägen. Fragt man heutige Leser, dann ist Walter Moers vor allem bekannt als Verfasser der Zamonien-Romane – oder besser: als Übersetzer des ebenso genialen wie fiktiven Hildegunst […]

Wissenschaftliche Rezensionen (Literatur & Kultur)

2010–heute Daniel Grinsted: Die Reise zum Mond. Zur Faszinationsgeschichte eines medienkulturellen Phänomens zwischen Realität und Fiktion. Berlin 2009. In: Kult online 26 (2011). Christian Klein (Hg.): Handbuch Biographie. Methoden, Traditionen, Theorien. Stuttgart 2009. In: Kult online 25 (2010). Jost Schneider (Hg.): Methodengeschichte der Germanistik. Berlin/New York 2009. In: Das Historisch-Politische Buch 58.2 (2010), 197f. Katrin […]

Smart Science. Die Kieler ›Vorlesung mal anders‹

»Am 10. Januar 2015 um 3:49 Uhr hat eine 17-jährige Schülerin aus Köln über den Nutzen der Schule getwittert: Sie könne eine Gedichtanalyse schreiben, habe aber »keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen«. Die Schülerin plädiert für eine praxisnahe, den ökonomischen Gegebenheiten des Lebens angepasste Schule, und als Beleg für die derzeitige Praxisferne führt sie […]

Vielstimmiges Schweigen – Auktoriale Inszenierung bei Walter Moers

Die Zamonien-Romane von Walter Moers sind nicht nur von Autorfiguren wie etwa Hildegunst von Mythenmetz bevölkert, auch in den paratextuellen Rahmen ist die Funktion ›Autorschaft‹ präsent. Auf der Ebene der Diegese der Stadt der Träumenden Bücher werden (1) historische Autorschaftsmodelle (poeta doctus, Genie, scripteur etc.) miteinander kontrastiert und in ein unauflösliches Amalgam überführt, in dem […]

Closure 1 (2014)

2014 erschien die erste Ausgabe von CLOSURE, dem Kieler e-Journal für Comicforschung, das ich zusammen mit Cord-Christian Casper, Julia Ingold
, Susanne Schwertfeger und Rosa Wohlers gegründet habe. Aus dem Editorial: Was ist ein Comic? Diese Frage hat die Comicforschung trotz ihrer momentanen Hochkonjunktur noch nicht letztgültig beantwortet. Und das soll auch so bleiben! Die einzelnen Fachdisziplinen […]

Spiel, Satz & Sieg. Zehn Jahre Deutscher Buchpreis

»Der Deutsche Buchpreis wurde 2005 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ins Leben gerufen, 2014 wird er zum zehnten Mal vergeben. Vielfach kritisiert, hat er es zu einem der prestigeträchtigsten Literaturpreise des Landes gebracht. Jedes Jahr zeichnet er im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die Sieger in einem Wettbewerb um das Prädikat „Bester deutscher Roman des Jahres“ […]

Actionkino. Moderne Klassiker des populären Films

Der Sammelband „Actionkino“ entstand aus einer Vorlesungsreihe an der CAU Kiel heraus, die ich gemeinsam mit Ingo Irsigler organisiert habe (Vorlesung mal anders). »Action« steht für Gewalt und Geschwindigkeit, Verfolgungsjagden und Schusswechsel, Explosionen und noch mehr Explosionen! Actionelemente bilden schon seit Beginn der Filmgeschichte einen wesentlichen Bestandteil des Kinofilms, die 1980er Jahre indes waren zweifelsohne […]

Walter Moers – Ein großes Missverständnis?

Alle Jahre wieder werden die Buchhandlungen von befremdlichen Buchlingen bevölkert und die Verkaufstische mit neuer zamonischer Literatur bestückt. Sobald Walter Moers einen Roman ankündigt, rätseln die Feuilletons und Leserforen über das Thema und den Erscheinungstag. Und die wenigen Leser, die seine Romane nicht kennen, werden doch um die Comic- und Filmfiguren Kleines Arschloch, Käpt’n Blaubär […]

Walter Moers‘ Zamonien-Romane

Dieses Buch, eine Aufsatzsammlung über die Zamonien-Romane von Walter Moers, entstand während meiner Promotionszeit an der CAU Kiel. Innerhalb von etwa mehr als einem Jahr ist dieses Buch entstanden, dessen Beiträge die Romane wie »Ensel und Krete« oder »Die Stadt der Träumenden Bücher« analysieren. 2009 entdeckte ein Berner Zoologe in den Alpen eine neue Spinnenart, […]

Spielräume des Monströsen. Zur Ikonographie des Monsters in der Terminator-Serie

Das herkömmliche Konzept des Monsters basiert auf Devianz: Das Monster ist das Andere, das Fremde, das die Grenzen des Normalen Sprengende – und je größer die Abweichung, desto monströser. Deshalb werden die Kinoleinwände traditionellerweise von Wesen bevölkert, die möglichst groß (King Kong, 1933, Godzilla, 1954), möglichst hässlich (The Wolf Man, 1941) oder möglichst kräftig (Halloween, […]

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