Smolderen / Bramanti – McCay (Carlsen 2019)

MccayNachdem zuletzt Joe Shuster und Walt Disney mit Comic-Biografien beehrt wurden, erscheint nun die Lebensbeschreibung eines weiteren Comic-Pioniers: Winsor McCay, der in diesem September 150 Jahre alt geworden wäre.

Winsor McCay, so Kunsthistoriker und Comicexperte Alexander Braun, sei der „Übervater des modernen Comics schlechthin“, und mit dieser Meinung ist er keineswegs allein. Die Reputation des Schöpfers von Dream of a Rarebit Fiend (1904–25) und Little Nemo in Slumberland (1905–11) steht nicht zur Debatte: Seine Verdienste für anspruchsvolles Erzählen im Format des Zeitungscomics des frühen 20. Jahrhunderts neben (oder eher vor) Zeitgenossen wie George Herriman sind bis heute unbestritten. Comic-Historiker Thierry Smolderen hat McCay in seinem Buch The Origins of Comics (2014) ein eigenes Kapitel, und nun mit der vorliegenden Comic-Biografie McCay ein ganzes Buch gewidmet.

In dieser Comic-Biografie von Thierry Smolderen und Jean-Philippe Bramanti begleiten wir Winsor McCay als Varieté-Zeichner in Detroit 1889, wo er sein Geld mit dem Porträtieren von vergnügungsfreudigen Touristen verdient. Dort lernt er Silas kennen, einen anarchistischen Schausteller, dessen Attraktion darin besteht, Leute in die Illusion zu versetzen, dass sie in einer Schaukel säßen, wobei nicht die Schaukel sich bewegt, sondern der Raum, in dem sie sich befinden. Dessen Namen wird McCay später in Buch und Realität verwenden, um einige seiner Zeitungsstrips zu signieren. Zur vollständigen Rezension auf Comicgate.de.

Bibliografische Daten

McCay
Carlsen, 2019
Text: Thierry Smolderen
Zeichnungen: Jean-Philippe Bramanti
Übersetzung: Ulrich Pröfrock
224 Seiten, Farbe, Hardcover
Preis: 36 Euro
ISBN: 978-3551733641

525 Total Views 6 Views Today
Dieser Beitrag wurde unter Comics abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.