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Hau richtig drauf: Merwans „Pankat“

Als der junge Mané in der orientalisch anmutenden Stadt Irap ankommt, wird er von einem Moment auf den anderen in eine fremde Welt geworfen. Sein Ziel besteht darin, in der populären Kampfsportart Pankat, eine Art UFC in antiken Arenen, erfolgreich und berühmt zu werden. Er dient sich dem tumben Trainer Eiam an, um in dessen Kampfschule die Geheimnisse des Pankat, Technik und Disziplin lernen zu dürfen.

Zur gleichen Zeit begegnet er dem Unruhestifter Fessat, der Mané die dunklen Facetten der Stadt zeigt. Auf der einen Seite erfährt Mané das regulierte Leben als Schüler im Schatten des angesehenen Kämpfers, aber durchaus im Lichte der Öffentlichkeit, auf der anderen Seite genießt er die gefährlichen Verlockungen am Rande der Gesellschaft: Glanz in der Arena oder Abenteuer in der Gosse? Während Eiam gut zu kämpfen versteht, aber seine Ziele nicht über den nächsten Turniersieg hinausgehen, kämpft Fessat mit allen Mitteln für das Gute. Und wo das Gute angestrebt wird, ist das Böse nicht fern. Merwan folgt hier wie zuletzt in seinem lesenswerten Völkerballepos „Mechanica Caelestium“ der dramaturgischen Logik von Sporterzählungen, er knüpft aber auch an „Für das Imperium“ an, wo die antikisierten Kämpfer kaum wussten, wofür sie kämpfen.

„Pankat“ ist bereits 2009 in Frankreich erschienen, und nach Merwans letzten Erfolgen hierzulande schaffen es die wunderschönen, wenngleich oft sprunghaft erzählten Bildfolgen von „Pankat“ nun auch auf den deutschen Markt. Nicht seine beste Erzählung, eher sehens- als lesenswert.

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