Going West – „Ticonderoga” von Hugo Pratt und Hector G. Oesterheld

© Avant Verlag

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„Ticonderoga“ entstammt dem Wortschatz der Irokesen, bedeutet „Platz zwischen den Wassern“ und diente auch zur Benennung eines amerikanischen Forts am Lake George im Bundesstaat New York. Dieses lag nicht nur „zwischen den Wassern“, sondern war auch Kampfschauplatz von Franzosen, Briten und Indianern. Bei Avant ist die argentinische Comic-Serie „Ticonderoga“ von Hugo Pratt (Zeichnungen) und Hector Oesterheld (Szenario) nun erstmals in deutscher Sprache erschienen.

Wir schreiben das Jahr 1755 in dem vom French and Indian War zerrütteten Nordamerika, in dessen Verlauf Franzosen und Briten sich im Konflikt um die amerikanischen Kolonien gegenüberstehen. Für die Jugendlichen Caleb und Jimmy geht es aber nicht um Politik, sondern um die Liebe einer Frau: Sherley, das seelenlose Objekt der jugendlichen Begierde, schlägt vor, den privaten mit dem politischen Konflikt zu verbinden – die beiden Anwärter auf ihre Zuneigung könnten doch in den Krieg ziehen: „Wer den größten Ruhm im Kampf erntet, bekommt mich als Belohnung.“

Die weibliche Trophäe gerät angesichts der Abenteuer rasch aus dem Fokus des Lesers wie auch der Jungen, die den Trapper Joe „Ticonderoga“ Flint kennenlernen. Seite an Seite kämpfen sie mit den britischen Truppen gegen Franzosen und Indianer, gemeinsam mit Numokh, dem stammesungebundenen Indianer, der uns als bon sauvage durch die Lektüre begleiten wird – ein klassischer Westerntopos, ganz gleich in welchem Medium. Zur vollständigen Rezension auf Comic.de.

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