Sean Murphy – Der weiße Ritter (Panini 2019)

weisseritterMan sollte nicht immer in Superlativen schwelgen, aber der dieser Batman von Sean Murphy ist nun einmal der beste seit Jahren.

Batman setzt seinen Ruf aufs Spiel, als er den Joker unter Einsatz erheblichen Aufwands (zerstörte Hausdächer, schmerzklagende Polizisten, verstörte Passanten etc.) arrestiert und den Erzschurken als Höhepunkt seiner Verfolgungsorgie vor laufender Kamera quält, indem er dem hilflos am Boden liegenden Joker unbekannte Medikamente einflößt. Ein Smartphone mit Videofunktion ist nicht weit, und so gehen diese Bilder um die Welt, zumindest die Welt von Gotham City. Entsetzen macht sich breit: Hat Batman diesmal nicht doch übertrieben? Umso dramatischer, dass die Pillen den Irren offenbar von seinem Wahnsinn heilen und den Joker in Jack Napier zurückwandeln.

Während der Joker, sorry: Jack Napier, im Verhörzimmer der Polizeistation von Commissioner James Gordon befragt wird, legt er zugleich im Laufe des Gesprächs seine Täterrolle als psychopathischer Verbrecher und, dezent ins Bild gesetzt, seine Handschellen ab. Indem er sich gleich in mehrfacher Sicht von seinen Fesseln befreit, zwingt er Gordon dazu, sich von Batman, dessen maßlose Gewaltanwendung nun offen zutage tritt, zu distanzieren: „Batman ist keiner von uns.“ Und so erklärt Jack Napier, dass er aus Liebe zu Gotham handele, als Gegenpart zum Dark Knight: Er sei der weiße Ritter. Zur vollständigen Rezension auf Comicgate.de.

Bibliografische Daten

Batman – Der weiße Ritter
Panini, 2019
Text und Zeichnungen: Sean Murphy
208 Seiten, Farbe, Softcover
Preis: 22,00 Euro
ISBN: 978-3741609848

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