Das Kabinett der Wunder (Panini 2020)

kabinettDie Entdeckung Südamerikas wird derzeit vor allem von Avant vorangetrieben, aber auch Panini leistet seinen Beitrag: Mit dem Kabinett der Wunder lernen deutsche Leser*innen den brasilianischen Dark-Horse-, DC- und Marvel-Zeichner Gustavo Duarte besser kennen.

Ein Kuriositätenkabinett zeichnet sich durch seine Vielfalt, manchmal auch seine Unordnung aus. Das trifft auf die wortkargen Kurzgeschichten von Duarte durchaus zu.

In einer „Little Nemo in Slumberland“-Episode zeichnet Duarte eine doppelseitige Hommage an die frühe Zeitungsserie von Winsor McCay, natürlich mit dem obligatorischen Abschlusspanel, in dem Nemo wieder aus seinem Traum erwacht.

In dem einseitigen „Reißzähne“ beobachten wir einen altmodisch dreinschauenden Vampir mit Verführerblick nebst vermeintlich leichter Beute in Form einer ebenso schulterfreien wie kicherfreudigen Schönheit. Der kurze Flirt endet mit einer Pointe: Die Schönheit entpuppt sich als Nixe. Und erst wenn man den Kontext der Erstveröffentlichung berücksichtigt, erschließt sich die Pointe voll und ganz: Denn die Comicseite ist ursprünglich im Daily Lurker erschienen, einer Festivalzeitung im Stil der 1920er Jahre, die anlässlich des H.P. Lovecraft Film Festivals sowohl im Printformat als auch als digitale Prämie für das Kickstarter-Event erschien. Bitte weiterlesen auf Comicgate.de.

Bibliografische Daten

Das Kabinett der Wunder
Panini Verlag, 2020
Text und Zeichnungen: Gustavo Duarte
100 Seiten, Farbe, Hardcover
Preis: 17,00 Euro
ISBN: 978-3741617713

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