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Greg Rucka: Stumptown 1

Greg Rucka ist hierzulande kein allzu großer Name – trotz Lazarus, Black Magick und Gotham Central. Ob Stumptown dies ändern wird?

Um ihre Kasino-Spielschulden zu begleichen, nimmt die Privatdetektivin Dex Parios einen auf den ersten Blick einfachen Auftrag an: Sie solle, so wünscht es sich die kasino-leitende Großmutter der Verschwundenen, die 18-jährige Charlotte finden. Bei ihrer anschließenden Suche trifft Dex auf erheblichen Widerstand, ohne genau zu wissen, von welcher Seite dieser kommt.

Ihr zuverlässig aufsässiges Verhalten und die Verpflichtung Ruckas auf Krimi-Konventionen führen dazu, dass manche Szenen und Figuren wenig überraschend daherkommen und eher klischeehaft erscheinen: „Wissen Sie, wer ich bin?“, fragt der Unbekannte, der Dex von rabiaten Handlangern hat entführen lassen, und Dex antwortet, „Sie sind Hector Marenco.“ – „Das ist mein Name. Ich habe gefragt, ob Sie wissen, wer ich bin.“ Und da wissen wir natürlich schon: Das ist der reiche Kriminelle mit pompösem Haus am See, den man so gut zu kennen glaubt, als würde es ihn tatsächlich geben, den Drogenbaron, Waffenlieferanten und Schutzgeldkönig, der im Hintergrund die Strippen zieht. Immerhin entgeht Rucka bei seiner Hauptfigur dem Klischee, demzufolge der Hardboiled-Held sonst natürlich männlich ist.

Dex hat eine große Klappe, viel Humor und muss Sprüche, Schläge wie auch Kugeln einstecken, vor denen sie nur eine schusssichere Weste schützen kann. Stumptown ist spannend, wenn auch weniger spannend als unterhaltsam, aber auch weniger unterhaltsam als stimmungsvoll. Der eigenwillige Charakter der Heldin,  deren Blessuren sie auszeichnen wie eine standhafte Boxerin, ist das eigentliche Thema der Serie. Bitte weiterlesen auf Comicgate.de.

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