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Fake Story – Fiktionen vom Mars

Am 30. Oktober 1938 lief im amerikanischen Radiosender CBS im Rahmen der Sendung The Mercury Theatre on the Air ein einstündiges Science-Fiction-Hörspiel: Der Roman-Klassiker Krieg der Welten, 1898 von H.G. Wells veröffentlicht, wurde von dem damals 22-jährigen Schauspieler Orson Welles zusammen mit Howard Koch erheblich gekürzt und dramatisch aufbereitet.

Die fiktive Geschichte ist von manchen als eine reale Invasionsgeschichte wahrgenommen worden. Lange hieß es, dass Millionen von Menschen in Panik fluchtartig die Städte verlassen oder aus
Angst vor marsianischen Greueln den Freitod gewählt hätten. Diesem Phänomen widmet sich Fake Story, geschrieben von Laurent Galandon, gezeichnet von Jean-Denis Pendanx.

Die Handlung beginnt an jenem berühmten Halloween-Abend imHerbst 1938, und fast meint man auf den ersten Seiten die sonore Stimme von Orson Welles, dessen Weltruhm erst noch vor ihm (Citizen Kane, 1941) lag, zu hören, und zugleich sehen wir Hörfunkgeräte, die uns heute als dekorative Technikantiquitäten erscheinen, die damals aber so hochmodern waren wie die Welten von Buck Rogers oder Flash Gordon.

Kinder, schwangere Frauen und Familien lauschen der Sendung, die vom interplanetaren Angriff der Marsianer handelt,
voller Spannung sitzen sie vor den Geräten, verfallen aber keineswegs in Panik. Eine Scheune in New Jersey geht in Flammen auf, als eine Ratte eine Öllaterne umstößt. »Achtung, Achtung!« schreit Welles dazu, und es passt zufällig wie die Faust aufs zwinkernde Auge. Der vollständige Text erschien in der Comixene 140.

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