Warren Ellis‘ „Captain Swing“ (Dantes 2019)

swingIm London des Jahres 1830 wird die gesellschaftliche Ordnung auf der Straße durch rivalisierende Eingreiftruppen gewährleistet: die (sympathisch-verschrobenen) Peeler und die (weitaus weniger sympathischen) Bow Street Runners. Als eines Nachts ein Peeler brutal getötet und ein seltsamer Zeitgenosse auf der Flucht gesichtet wird, gelingt es Konstabler Charlie Gravel, dem Verdächtigen auf der Spur zu bleiben. Kein gewöhnlicher Krimineller, sondern ein mit mechanischen Prothesen, elektrifizierter Seehilfe und kleidsamem Zylinder ausgestatteter Typ mit sechsläufiger Handfeuerwaffe. Schon verrückt genug? Wir sind erst am Anfang! Unterbrochen von erläuternden Textseiten, deren technische Illustrationen die Fortschrittsvisionen vergangener Zeiten vor Augen führen, rasen wir staunend durch eine Welt, die sich nicht entscheiden kann zwischen Frühindustrialisierung und Science Fiction.

Captain Swing ist eigentlich Doktor Jonathan Reinhardt, selbsternannter Wissenschaftler und Naturphilosoph: „Mein Ziel ist es, der wahren Zukunft den Weg zu ebnen. Einer Zukunft der Wissenschaft und der Naturphilosophie.“ Er träumt von einer Welt der Wissenschaft, in der die Technik keine sozialen Gräben aufreißt, einer Zeit, in der Bildung allen offensteht. Weiterlesen auf Comic.de.

Bibliografische Daten

Captain Swing oder die elektrischen Piraten von Cindery Island
Dantes, 2019
Text: Warren Ellis
Zeichnungen: Raulo Cáceres
Übersetzung: Jens R. Nielsen
128 Seiten, Farbe, Hardcover
Preis: 17,00 Euro
ISBN: 978-3-946952-35-0

 

 

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