Ist jemand zu Haus? – „Das Haus“ von Anke Feuchtenberger

feuchtenbergerhaus„Das Haus“ ist der neueste Comic von Anke Feuchtenberger, die als Professorin für Gestaltung an der HAW tätig ist und aus deren Schule schon einige deutsche Comic-Talente hervorgegangen sind (Birgit Weye, Sascha Hommer, Antonia Kühn etc.). Aber eigentlich ist „Das Haus“ gar kein Neubau, sondern bereits 2001 zunächst als Daily Strip auf der Berlin-Seite in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dann bei Reprodukt in Buchform erschienen. Nun also die zweite Auflage.

In 30 Bildfolgen à fünf bis sieben Abbildungen, umrahmt von ionischen Säulen und einem Tympanon, wird der menschliche Körper seziert, die Bildfolgen widmen sich der „Fußsohle“, dem „Nasenflügel“ oder – gleich mehrfach – dem „Geschlecht“. Durch die Einzelbilder, die in dem querformatigen Buch (man muss es wenden) übereinander abgedruckt sind, entstehen also 30 Gebäude mit bis zu sieben Stockwerken. Der Dachboden enthält die Bildfolgennummerierung, den Titel und einen Schlüssel – dass Feuchtenberger den Schlüssel zu den 30 Häusern auf dem Dachboden platziert, hat etwas Symbolhaftes, denn der Zugang zu den mit Text versehenen Bildfolgen ist nicht einfach. Wer Feuchtenbergers Bildgeschichten („Die hure h“, „Mutterkuchen“) kennt, wundert sich darüber nicht. Bitte weiterlesen auf Comic.de.

Bibliografische Daten

Anke Feuchtenberger (Autorin und Zeichnerin): „Das Haus“.
Reprodukt, Berlin 2020. 64 Seiten. 20 Euro

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