Androiden 6: Die Deserteure (Splitter 2020)

Androiden_06_lp_Cover_900px-1-216x300Alles ist gut. Dieses Mantra kann man sich derzeit, während man an der Supermarktkasse durch eine Plastikscheibe zu Menschen mit Mundschutz sprechen muss, nicht oft genug sagen. Alles ist gut. Das Gute an der Science-Fiction-Vision, die Autor Christophe Bec und Zeichner Erion Campanella Ardisha im sechsten Band der „Androiden“-Serie („Die Deserteure“) entwerfen, ist, dass es die Erde im Jahr 2217 noch gibt. Weihnachten auch. Alles ist gut. Beinahe.

In der Rahmenhandlung begleiten wir eine vierköpfige Familie beim fröhlichen Weihnachtsshopping. Die Kinder fahren auf das militaristische Spielzeug ab, den Eltern gefällt es, dass ein Teil des Verkaufserlöses in die militärische Fließbandproduktion geht. Während die Kinder den seelenlosen Versprechungen einer auf Wachstum kalibrierten Konsumindustrie erliegen, gefallen die Eltern sich als Retter der Menschheit. Alles ist gut. Denn während die Kleinfamilie zwischen den Regalen vor Freude im Kaufrausch tobt, wütet auf einem anderen Planeten ein Krieg um das Überleben der Menschheit (so sehen das die Menschen) oder um das Überleben der telepathischen Riesenmantas … ja, genau: Riesenmantas.

Machen wir es kurz: Das Weltall ist klein, und irgendwo kommt es zu Ärger – viel ausführlicher erzählt Bec es übrigens auch nicht –, sodass Menschen und Alien-Mantas sich irgendwo zum Raufen treffen, um auszufechten, wer der Chabo und wer der Babo ist. Um den Kampf ausgeglichener zu gestalten, schicken die Menschen Androiden ins Feld. Alles wird gut. Bitte weiterlesen auf Comic.de.

Bibliografische Daten

Christophe Bec (Autor), Erion Campanella Ardisha (Zeichner): „Androiden 6 – Die Deserteure“.
Aus dem Französischen von Swantje Baumgart. Splitter Verlag, Bielefeld 2020. 56 Seiten. 16 Euro

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